Floßfahrten auf der Isar

 

Die Isar ist ein alter Handelsweg. Auf ihr wurden früher praktisch alle Waren von Mittenwald an nach München und weiter über die Donau bis zum schwarzen Meer befördert. In München gab es einen großen Floßhafen (Floßlände), der der zentrale Warenumschlagplatz der Stadt war. So kam sehr viel Bauholz, aber auch sehr viel Bier mit den Flößen nach München. Der Bau des Walchenseekraftwerks mit der Isarüberleitung bei Krün hat diesem Gewerbe ein schlagartiges Ende beschert. Durch die seit den 1920er Jahren geringe Wassermenge der oberen Isar ist die Befahrung mit Flößen bis Wolfratshausen nicht mehr möglich. In Wolfratshausen mündet die Loisach in die Isar. Die Loisach bringt das Wasser aus dem Walchenseekraftwerk wieder zur Isar zurück.

 

Ab 1892 wurde ab Baierbrunn ein Isarwerkkanal angelegt, der ebenfalls zur Stromerzeugung dient. Um die Flößerei in diesem Flußabschnitt aufrecht zu erhalten, wurden an den Kraftwerken Floßrutschen eingebaut, die ein Passieren der Flöße ermöglicht. Heute sind die Flößrutschen das "Highlight" der Floßfahrten, die heute reine Spaßfahrten sind und nur von wenigen Familien, die die Floßrechte der Isar haben, ausgeführt werden dürfen. Die Floßsaison dauert vom 01. Mai bis etwa Mitte September.